Rheinischer Singewettstreit 2014

Erschienen am 20. September 2014 in Allgemein

Lukas Bockstaller

 

Als Pfadfinder kriegt man früher oder später mit das es nicht nur den eigenen Stamm gibt. Zuerst lernt man Pfadfinder aus anderen Stämmen aber aus demselben Verband kennen. Aber oftmals hat man sehr wenig Kontakt zu Pfadfindern aus anderen Verbänden.
Aber gerade in Deutschland hat sich eine unglaubliche Vielfalt an Verbänden der Pfadfinderei gebildet, von der jede Gruppierung andere Schwerpunkte und Pfadfinderkultur hat.
So gibt es die Bündnischen Pfadfinder. Ein Element ihrer Kultur sind die Fahrten, Wanderlager ohne festen Lagerplatz bei denen man immer unterwegs ist. Auch das gemeinsame Singen ihrer Lieder die oft von Fernweh erzählen ist ihnen wichtig.

Das wollten sich die Rover und drei Leiter diesen April genauer Anschauen und sind Richtung Koblenz zum „Rheinischen Singewettstreit St. Goar“ aufgebrochen. Nach einer schier endlosen Zugfahrt von 12h mit dem Nahverkehr der Deutschen Bahn kamen wir dann um 2:00 Uhr Nachts in St. Goar an.
Bis wir dann einen Zeltplatz zugewiesen und unsere Kothe in absoluter Dunkelheit aufgebaut hatten war es dann auch schon 4:00 Uhr.
Am nächsten Morgen hatten wir einen gewissen Kulturschock. Als Stamm der des Verbandes DPSG waren wir einen sehr legeren und modernen Umgang mit unserer Kluft gewöhnt. Bei vielen Bündnischen Pfadfindern wird das allerdings traditioneller gehandhabt. Kurze Lederhosen und lange Röcke prägten anstatt Jeans prägten das Bild.
Der Lagerplatz ist die größte Rheinburg, dem entsprechend wurde am Freitagabend im großen Gewölbekeller gesungen. Gut 100 Mann und geschätzte 40 Gitarren um das Feuer in der Mitte. Gesungen wurden aber nicht „Flinke Hände, Flinke Füße“ oder „Country Roads“ sondern Bündnisches Liedgut wie „Ye Jacobites“,

„ Roter Mond“

oder „Wenn der Abend naht“.

Eine schier unbeschreibliche Atmosphäre…
Am Samstagnachmittag fand dann der eigentliche Singewettstreit in der Kirche St. Goar statt. Die doch relativ große Kirche war voll bis an den Rand, Pfadfinder wie auch sonstige Gäste wollten sich das nicht entgehen lassen. Viele Gruppen sangen ihre größtenteils selbst komponierten Stücke vor.
Bevor wir uns dann am Sonntagmorgen auf die Heimreise machten, gab es für jeden noch das Traditionelle Stück Streuselkuchen zum Frühstück.

Gut Pfad,
Boggy

Comments are closed.